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18.06.2004

Es war nun über vier Monate her das ich die letzte Hormonbehandlung hinter mir hatte. Lange hatte ich mich nicht zum Arzt getraut aus Angst er würde sagen das auch der letzte Monat mit Medikamenten der 6 monatigen Behandlung nicht angeschlagen hatte, also mied ich den Arzt, vertröstete meinen Mann jedes mal wenn er fragte oder lenkte ganz einfach auf ein anderes Thema, was bei ihm nicht schwer war in seinem Geistigen Zustand der Psychose. Doch irgendwann musste ich einfach hin, da in der Behandlung meine Periode normal kam, sprich alle 28 Tage und nach Absetzung der Medikamente wieder alles war wie vorher, also das meine Tage ausblieben habe ich mir auch selbst kein Bild machen können ob es funktioniert hatte oder nicht! Nur ab und an dieses Zwicken im Bauch machte mir Gedanken. Also hatte ich mich durchgerungen und war also an jenem Tag zum Arzt, schon recht früh bin ich aus dem Haus das Falko es nicht mitbekam, alleine das vor die Türe gehen ohne ihn oder wen anders machte mir schon genug zu schaffen weil ich zu jenem Zeitpunkt dank Falkos dazutun wieder mal in einer völligen Zeit der Panik vor der Außenwelt war. Mein Frauenarzt war so einer, hm Marke Großvater und Brummbär, groß, breit, alt, mit Bart und einfach irgendwo Vertrauensvoll und doch wurde ich immer nervöser als ich dann bei ihm den Test machte. Das Warten auch wenn es nur kurz war brachte mich fast um den Verstand weil ich es nun endlich wissen wollte nachdem ich nun schon raus gegangen war und mich durchgerungen hatte diesen Test zu machen.

Das Ergebniss: schwanger...

Ich war wirklich schwanger und das bereits in der 18ten Woche. Einen Moment drohte ich in Tränen auszubrechen, in Tränen die man nicht zuordnen konnte ob nun aus Angst, Freude oder gar weil ich geschockt war. Mein Doc gratulierte mir mehr als herzlich, da er ja nunmal schon so lange mit mir zu tun hatte und ich unter ihm auch die Hormontherapie gemacht hatte. Auch die Sprechstundenhilfe und die Arzthelferin waren froh das es geklappt hatte. Eine der beiden hatte immer gesagt das sie mich als einen Menschen sieht dem sie ohne mit der Wimper zu zucken ein Kind anvertrauen würde, trotz meiner Krankheit. Da ich bereits so weit war meinte mein Doc 'wo ich heute nicht mal mehr den Namen weiß' das wir gleich mal ab zum Ultraschal gehen und nachschaun ob alles so ist wie es sein sollte. Mit Herzklopfen wartete ich also ab, sah auf den Monitor und wusste mir nicht so wirklich zu helfen als er mir alles erklärte. Mit einem Lächeln sah er mich dann an und zeigte auf etwas auf dem Monitor, ich nickte nur "ein Mädchen" nuschelte ich noch leise und sah dann den Rest über aus dem Fenster, gab mich meinen Gedanken hin.

Wirklich ein Mädchen!

Ich ging noch stundenlang durch die Velberter Innenstadt, hatte einiges an Geld vom Konto geholt und bummelte so rum, das erste mal seit langem wieder ohne mich vor den Blicken der Menschen zu fürchten, nein ich war sogar froh wenn sie mich ansahen! Ich shoppte eine ganze Zeit, kaufte einige Dinge für das Kind ein, mit den Babyklamotten, den Flaschen, den Decken, den Mustern für Tapeten 'ja ich weiß' und alle dem machte ich mich dann auf den Weg in die Bücherrei, saß da noch einige Zeit um mir mal ein paar Namen anzusehen...

Lioba Nirvana

Lioba fiel mir sogleich ins Auge, ich fand den Namen schön und Nirvana in Gedenken an meinen geliebten Cousin, also stand recht schnell fest welchen Namen ich zu Hause bei Falko versuchen würde durchzusetzen. Auch wenn ich wusste das die Chance gering war das ich den Namen durchsetzen konnte. Falko hatte in Sachen Namensgebung seinen eigenen Kopf, so vollkommen dumme Sachen wie Josephine, nichts gegen den Namen aber gegen den Grund, er wollte seine Tochter eben Finchen rufen können. Bei Jungennnamen war er auch nciht besser, da fand er Ulrich toll!

Zu Hause ist da wo der Schmerz ist!

Auf dem Heimweg fiel mir auf das ich mir Hoffnungen machte das er mcih nun, zumindest bis das Kind geboren war in Ruhe lassen würde, vielleicht aus Respekt vor dem Leben in mir, das er mich nicht mehr schlagen würde oder gar zum Sex zwingen. Die Gedanken machten den Heimweg noch erträglicher und ich merkte wie ich eigendlich von Schritt zu Schritt fröhlicher wurde, der Schlüssel war schnell rausgekramt und die Türe aufgeschlossen, mein Hund kam mir sogleich entgegen und sprang mich an weil ich endlich wieder da war, wir hatten bereits spät abends was ich garnicht wirklich mitbekommen hatte weil ich bei kurz vor Ladenschluss Richtung Heimat ging und der Weg alleine noch eine Stunde dauerte. Falko saß im Wohnzimmer und starrte auf die Glotze, als er hörte wie ich rein kam und schwer atmend die ganzen Tüten im Flur abstellte um erst einmal mit dem Hund zu kuscheln stand er auf und kam in den Flur. Schon da wusste ich das es wahrscheinlich kein guter Augenblick und eine miserable Idee war es ihm zu erzählen aber die Tüten aus denen das ganze Zeugs raushing waren nunmal verräterisch!

Kein Junge?

Ich zwang mich trotzdem ein Lächeln auf die Lippen zu bekommen alsi ich ihn im Türrahmen stehen sah, sich an jenen lehnend. Falkos Blick war kalt und grausam wie immer, er sah kurz auf die Tüten, dann auf den Hund und zuletzt auf mich. Ich merkte wieder diese Gänsehaut die mich überfiel "wo warst du?" war das einzige was er mich fragte. Ich brauchte eine ganze Zeit um die Worte in meinem Kopf zu sortieren bis ich antwortete "beim Arzt... und ich bin schwanger... du bekommst eine Tochter laut Ultraschall" erwiederte ich leise und sah ihn dann an. Ich sah wie es in seinem Kopf anfing zu rattern. In aller Seelenruhe ging er dann durch den Flur gen Abstellraum, öffnete diesen und wühlte kurz rum, mein Herz schlug mir in dem Moment bis zum Hals, ich wusste nicht was er vorhatte, bis er dann wieder vor mir stand, seinen Baseballschläger in der Hand "was soll ich bitte mit einem Mädchen?" fragte er nur kalt, völlig emotionslos.

Bitte geh nicht!

In jenem Moment wusste ich schon was nun kommen würde, ich schlug die Arme um den Bauch und sah Falko mit großen Augen an, schüttelte den Kopf und begann in jenem Moment schon zu betteln, das er mich in Ruhe lassen sollte und versuchte ihm klar zu machen das man es doch noch einmal versuchen könnte wenn die Tochter da sei. "Lass sie bitte leben!" sagte ich damals schon unter Tränen, die vier Worte brennen noch Heute in meinem Kopf wie glühende Eisen. Doch Falko lies sich nicht beirren, er schrie mich an ich sollte die Arme vom Bauch nehmen, als ich mich weigerte schlug er mit dem Baseballschläger hart in meine Rippengegend bzw auch auf meinen Oberarm. Weil ich mich wegdrehte erwischte er mich im Rücken, er drückte mich dann gegen die Wand und zwang mich durch einige harte Schläge die Arme wegzunehmen, was ich dann auch schweren Herzens tat.

Nicht nur Knochen können brechen!

An die Wand gedrückt mit dem Rücken ertrug ich um die sechs harte Schläge mit dem Baseballschläger in den Bauch. Alles in mir tat in dem Moment so höllisch weh, nicht mein Körper, die Schmerzen kannte ich nur zu genüge, aber meine Seele und mein Herz schmerzten. Ich hätte nicht nach Hause kommen sollen schoss es mir immer wieder durch den Kopf und immer wieder dachte ich daran wie leid es mir tut, so unendlich leid das ich ihr das nun angetan hatte. Ich hätte es verhindern können dachte ich in jenem Moment. Als er kurz inne hielt ging ich auf die Knie, kauerte mich zusammen und weinte meinen Schmerz herraus, ihm etwas sagen konnte ich in jenem Moment nicht. Mein Bauch und mein Unterleib schmerzen höllisch, auch zwei Rippen hatte ich bersten spüren bei den Schlägen die er mir schenkte. Als ich auf den Knien war, nach vorne gebeugt um vergebens den Bauch zu schützen, auch wenn ich gespürt hatte das bereits nach dem dritten Schlag etwas in mir zerbrach was darauf hin aus meinem Leben verschwinden würde, schlug er jedoch weiter auf mich ein, auf meine Seiten und die Hüfte. Ich merkte nach einiger Zeit garnichts mehr von den Schlägen weil mein Körper nach kurzer Zeit taub wurde für die Schmerzen. Ich spürte nur noch ab und an was brechen und etwas reissen.

Kurze Ruhe?

Einen kurzen Moment war Ruhe, ich sah hoch, fragend weil ich keinen neuen Ruck merkte und sah das mein Hund sich zwischen uns gestellt hatte, Falko anknurrend, hätte ich lieber nicht hingesehen. Sie hatte sich seitlich vor mich gestellt so das ihr ganzer Körper meinen verdeckte, Falko sah den Hund an und ohne mit der Wimper zu zucken schlug er mit aller Macht seitlich zu, so das der Hund jaulend und jappsend über mich drüber fiel und auf der anderen Seite am Boden liegen blieb, vor Schmerzen winselnd. Ich weiß noch wie ich mich übergeben musste als er dann noch einige male auf mich einschlug um dann urplötzlich aufzuhören, den Schläger fallen zu lassen und ins Wohnzimmer zu gehen!

Bitte sag mir das es vorbei ist!

Ein Feuerzeug klackte, er hatte sich gesetzt und sich eine Zigarette gemacht. Ich gab mir Mühe so still wie möglich zu sein im Flur, der Hund neben mir winselte Herzzerreissend. Kurz brauchte ich noch um mich aufzuraffen, ich sah mich im Flur um, Schuhe und alles hatte ich ja noch an, also nahm ich Hexe auf den Arm, bei dem Schlag hatte ich Knochen brechen hören bei ihr, also war ich mir sicher das alleine laufen bei dem Schäferhundmischling nicht mehr drin war. In dem Moment als ich sie hoch nahm jappste sie leise auf die braunen Augen sahen gen Wohnzimmer und dann zu mir bevor sie den Kopf hechelnd auf meine Schulter legte. So schnell und leise ich konnte schlich ich mich raus und lief einfach nur noch, ich hatte keine Ahnung wohin, meine Großeltern wohnten nur wenige Meter entfernt aber zu ihnen wollte ich nicht, nicht so wie ich im Moment aussah, meine Hose hatte sich vom Blut verfärbt, meine Nase blutete ebenfals, ich war mir nicht sicher aber ich glaubte sie war gebrochen. Ich hatte das Gefühl schon seit Stunden einfach nur gerade aus zu laufen auch wenn es in wirklichkeit nur einige Meter waren die ich schaffte bevor ich mit Hexe auf dem Arm zusammen brach und ohnmächtig wurde. Die Schmerzen die ich nur noch entfernt gespürt hatte verschwanden und die Dunkelheit kam!

Es war nur ein Überfall!

Am nächsten Tag wachte ich im Krankenhaus auf,mit einem gebrochenen Arm, einer gebrochenen Nase, 5 gebrochenen Rippen, zahllosen Blauen Flecken und Platzwunden und einer schweren Gehirnerschütterung auf, das Kind hatte ich natürlich verloren. Die Polizei hatte schon mit Falko geredet, der mich 'gefunden' hatte, er meinte er hätte nur noch drei Männer wegrennen sehen als er kam und mich samt Hund am Boden liegen sah. Er war die ganze Zeit dann im KH bei mir gewesen um da zu sein wenn ich auffwachte. Das erste was er sagte als ich die Augen aufmachte war "Keine Angst, das wird wieder... du bist überfallen und zusammengeschlagen worden weißt du?!" als ich seinen Blick sah und die Wut und das Drohen in seinen Augen wusste ich das das wohl nun meine Geschichte sein würde und ich fühlte mich in jenem Moment als würde ich meiner Tochter folgen und ebenfalls sterben, denn ich durfte die Wahrheit nicht sagen, musste lügen was vorgefallen war!

ABER JETZT KANN ICH ES ERZÄHLEN UND MUSS NICHT MEHR LÜGEN!!!!




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