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Ich weiß eigendlich garnicht mehr wie oft ich Knochen gebrochen hatte, Platzwunden, blaue Flecke, Würgemale und einige Dinge an meinem Körper eingerissen die normal nicht einreissen dürften!

Mit der Unterschrifft unter den Heiratspapieren kam auch die eigene, kleine, sexuelle Hölle in mein Leben, mit dem Ring am Finger auch die Schlinge um den Hals die sich von Tag zu Tag mehr zuzog. mit der Tinte auf dem Papier auch das Blut auf den Laken. Von jemandem gehalten den ich schon damals nicht mehr zu lieben vermochte, nur zu fürchten wusste!

Es war eigendlich jeden Abend, jede Nacht das gleiche Schema, ein Ritual konnte man fast schon meinen. Jeden Tag um die selbe Uhrzeit meist, ab und an auch wärend des Tages, was das abendliche Ritual leider nicht ablöste.

Bevor ich Falko heiratete war es noch nicht so, klar Schläge hatte ich von anfang an zu verzeichnen, doch nie Angriffe auf meinen sexuellen Bannkreis. Doch eben mit der ersten Nacht der Ehe kam auch diese Qual auf mich zu. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich schon so gut es geht zurück gezogen, hatte nur Sex mit ihm gehabt wenn ich das Gefühl hatte ich musste es mal wieder tun um ihn zu beruhigen und ihm das Gefühl zu geben das er halt nunmal der Mann im Haus war, altes Klischee, die Frau hat zu springen wenn der Mann ruft! Doch irgendwann konnte ich nicht mehr, konnte seine Berührungen nicht mehr ertragen und versuchte mich irgendwie aus der Affaire zu ziehen. Was einigermaßen funktionierte bis zu der ersten verhängnissvollen Nacht!
Bitte lass es mich wenigstens nicht spüren!
Die Feier unserer Hochzeit war gerade vorbei, irgendwann in der Nacht gegen 2 oder 3 Uhr. Wir kamen nach Hause und Falko war schon recht gut angetrunken, kein Kunstsück, durch die Medis war er nach höchstens drei Bier sowas von betrunken wie andere nach zwei Flaschen Korn. Die Feier war stressig gewesen, viele Streitereien die gerade an so einem Tag nicht hätten sein müssen, nicht zwischen ihm und mir sondern zwischen den beiden Familien. Eigendlich wollte ich nur noch schlafen, meine Ruhe und den Tag verdauen, also zog ich mich aus und kuschelte mich ins Bett. Weit gefhlt denn mein frisch gebackener Ehemann hatte anscheinend anderes vor, naja man kennt das ja, erste Nacht in der Ehe und was nciht alles. Ich hab aber an dem Tag wirklich nciht die Kraft gefunden mich zu verstellen, nicht die Ruhe rein bekommen um ihm vorzuspielen das ich das nun wollte! Also war die logische Schlussfolgerung, das ich ihn abwies, mich auch etwas lautstarker wehrte gegen seine Versuche mich zu berühren. Irgendwann schien sich in seinem Kopf ein Hebel umzulegen und ich hatte die erste Ohrfeige sitzen. Geschockt war ich nciht wirklich, ich war es ja mittlerweile fast schon gewöhnt und mit dem ersten Schlag schaltete mein Körper auf die schützende Schmerztaubheit die er sich antrainiert hatte. Aber trotzdem wollte ich einmal in der ganzen Zeit nicht nachgeben, ich stand wieder auf, in aller seelenruhe stieg ich aus dem Bett, sah ihn emotionslos an bevor ich ihm das erste und letzte mal eine knallte. In dem Moment merkte ich auch das er stärker war als ich, denn es brachte ihn einfach nur in Rage anstatt das es ihn vielleicht wachrüttelte.
Und da fiel die letzte Hemmschwelle
Durch meine Aktion muss ich in ihm wohl etwas ausgelöst haben was ich im Nachhinein bereuhe, vielleicht hätte ich mich nicht gehen lassen sollen? Vielleicht wäre dann alles anders gekommen als es letztenendes kam. Falkos nächster Schlag ins Gesicht hatte zur Folge das ich mit der Schulter gegen den Türrahmen knallte, doch wie so oft merkte ich es kaum, eben weil mein Körper lernte sich bis zu einem gewissen Grad abzuschalten sobald der erste Schmerzimpuls durch Fremdeinwirkung eintraf. Ich kann mich wie immer an diesen Blick erinnern, klar ich hab vieles über die Zeit vergessen/verdrängt aber diese Blicke vergess ich nie im Leben, immerhin verfolgen sie mich heute noch in meinen Träumen. Sein Blick zeigte das nun wirklich die letzte Hemmung gefallen war. Er kam auf mich zu, drückte mich gegen den Türrahmen an dem ich stand und ich merkte seine Hand zwischen meinen Beinen, die andere griff mit einem mal meinen Hals.
Ich wollte mich doch wehren!
Starre trat ein, mein ganzer Körper blieb starr in jenem Moment indem ich die Hände spürte. Das war nicht sein ernst oder? Das konnte nun nciht wahr sein, war der letzte Funken Respekt mir gegenüber gewichen? Gestorben in dem eigenen IchDenken von ihm? Ich wollte mich wehren, ich wollte es wirklich, wollte es so sehr, doch was wenn ich mich gewehrt hätte? Wäre es dann schlimmer oder besser ausgegangen? Ich merkte nur noch bewusst das der Griff an meinem Hals fester wurde bevor ich die Heizung in meinem Rücken spürte und wie sich der Temperaturregler in meinen Rücken stieß. Ich glaube das einzige was mir durch den Kopf ging war "Zum Glück muss ich es nicht im stehen ertragen um ihm nicht die Genugtuung zu geben wenn meine Beine nachgeben" ab da war nicht nur mein Körper auf Standbye sondern auch mein Kopf, alles schaltete sich einfach aus als ich an der Heizung auf dem Boden sahs und einfach nur auf den wahren Anfang und das Ende wartete.
Sei loyal und mach es schnell!
Ich weiß nicht wie ich es geschafft habe nicht zu weinen, weiß nicht wie ich es geschafft habe nicht zu schreien, als die Schmerzen meinen Körper dann doch wieder wach rüttelten und doch war es anders. Irgendwie sah ich mich selbst die ganze Zeit. Aus der Perspektive eines Zuschauers der auf dem Bett saß wärend mein Körper noch am Boden lag unter diesem Mann den ich vor wenigen Stunden geheiratet hatte. mein Geist war irgendwie nicht mehr in meinem Kopf wo er hin gehörte, wollte es wahrscheinlich nicht auch noch ertragen müssen, die Schmerzen nicht spüren wollend die mein Körper in dem Moment mit machte. Ich wehrte mich nicht und doch erfuhr ich die ganze Zeit über neue Schläge, warum? Ich hab keine Ahnung! Weil er es brauchte?!
Ist das Blut?
Ja es war Blut, mein Blut was ich spürte als es auf den Boden unter mir tropfte. Ich schloss die Augen und wartete einfach nur ab, wartete das es aufhörte. Das er aufhörte! Wie ich es sonst in anderen Situationen auch getan hatte, ruhig sein und ab warten das er seine Genugtuung und in dem Fall auch seine Befriedigung hatte. Wie lange es dauerte weiß ich nicht mehr, ca 3 Rippenbrüche lang. Rippen brechen schnell wenn sich jemand auf deinen Brustkorb setzt um dich zu zwingen...naja! Sie können aber auch langsam brechen wenn das Gegenüber damit beschäftigt ist dein Blut zu fordern durch brutales eindringen in das was du die ganze Zeit schütztest vor Gewalt wenn du es schon nicht mit dem Rest des Körpers konntest. Kurz vor 'Ende' kam mein Kopf langsam wieder in Schwung, ich versuchte etwas zu finden woran ich mich in Gedanken festhalten konnte, doch ich fand nichts, fand keinen Schleier aus schönen Erinnerungen den ich um meine Seele legen konnte um sie vor diesem Ereigniss zu schützen, vor Wunden zu schützen: Denn die Wunden am Körper heilen schneller als die in der Seele,a ber ich fand nichts, nichts was mich hätte ablenken können.
Kann ich nun ins Bad?
Mit einem lauten Aufschrei von ihm und einem leisen Wimmern von mir war es dann vorbei, wie etwas benutztes was man nicht mehr brauchte wurde ich einfach weggeschoben und alleine im Schlafzimmer auf dem Boden gelassen. Kurz wartete ich noch ab, wartete bis wieder alles in und an mir das Regiem übernahm und ich wieder einigermaßen handlungsfähig wurde. Mit einem Griff registrierte ich auch das Blut zwischen meinen Beinen und versuchte mich irgendwie auf die Beine zu bekommen um mich, mich an der Wand festhaltend. ins Bad zu 'schleppen' wärend er im Wohnzimmer sahs und mit einem seltsamen, kalten Grinsen eine Zigarette rauchte. Ich wollte in die Badewanne, aber der erste Weg den ich fand war der aufs Klo, mein Körper fand das er sich nun erst einmal vor Ekel und Schmerzen übergeben musste bevor ich dann die halbe Nacht in der Badewanne verbrachte. Das Wasser brannte an gewissen Stellen die eingerissen waren. Das liegen schmerzte an den Rippen, das exeszive Waschen jedes cm meiner haut reizte die abschürfungen und blauen Flecken noch mehr.
Ich werde nicht weinen!
Nach wahrscheinlich 2.3 Stunden baden und waschen wagte ich mich dann aus dem Badezimmer, ich hatte lange nichts mehr in der Wohnung gehört also hoffte ich er schlief. Ich wusste wenn ich auf der Couch schlafen würde würde er mir das mehr als nur übel nehmen, also schnappte ich mir meinen Hund, der damals gerade einige Monate alt war und krabbelte so leise es ging ins Bett. Lang lag ich noch wach, das fellknäul kuschelte sich automatisch in mein T-Shirt und schlief ein. Ich überlegte noch lange was ich nun tun sollte wie mein nächster Tag aussehen würde und warum um alles in der Welt ich keine Träne verlieren konnte!?

Ich heiratete am 11.07.03 getrennt habe ich mich endgültig am 16.09.05 und die zwei Jahre passierte es jeden Tag mindestens ein mal!



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